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Stiftung Warentest testet Auskunfteien

Die Stiftung Warentest hat Auskunfteien wie die Schufa untersucht - das Ergebnis:

Der Test bestätigt vorhandene Bedenken: Die Auskunfteien speicherten unvollständige und falsche Daten und ar­beiteten nach undurchsichtigen Regeln. Nur 11 von 89 Testpersonen bekamen von der Schufa eine vollständig korrekte Auskunft. Bei allen anderen Testern gab es in der Auskunft den einen oder anderen Mangel. Am häufigsten fehlten Daten: Girokonten, Kreditkarten, Handyverträge oder laufende Kredite. Manchmal waren auch noch Kreditkarten gespeichert, die der Kunde längst gekündigt hatte. Ob die Lücken durch schlechtes Meldeverhalten der Schufa-Vertragspartner entstehen oder ob die Banken der Tester keine Vertragspartner der Schufa sind und keine Daten liefern, konnte der Test nicht prüfen

Auskunft verlangen

Einer der wenigen Highlights aus der letzten Datenschutzreform ist eine kostenlose Abfrage bei Auskunfteien, welche Daten sie über einen gespeichert haben. Dafür gibt es bei den Verbraucherzentralen einen Musterbrief und eine Liste der Datenhändler.

via netzpolitik

Scoring fehlerbehaftet

Krass auf welcher Grundlage Bonitätsprüfungen durchgeführt werden:

Eine Studie der GP Forschungsgruppe im Auftrag des Bundesministeriums für Verbraucherschutz hat schwere Mängel bei Anbietern von Scoringmethoden für die Prüfung der Kreditwürdigkeit ergeben. Allein bei der größten Auskunftei hierzulande, der Schufa, waren demnach 45 Prozent der gespeicherten Eintragungen fehlerhaft, unvollständig oder falsch. So waren etwa Girokonten, Bankverbindungen, Handyverträge oder Immobilienkredite nicht erfasst. Darüber hinaus listete die Schufa gekündigte Mobilfunkverträge als noch aktiv, Girokonten mit falscher Nummer oder abgelaufene sowie nicht existente Kreditkarten auf.

Im übrigen auch ein Argument warum (Anti-)Terror-Listen und ähnliches besser nie angelegt werden, die Fehlerquote dürfte ähnlich hoch sein.

Prepaid-Anbietern ins “Kleingedruckte” geschaut

Daten-speicherung.de hat sich das “Kleingedruckte” von einigen Prepaid-Handy Anbietern angesehen und listet auf welche Anbieter keine Kooperation mit Auskunfteien wie Schufa, Bürgel, FPP, Infoscore, Creditreform oder Solventec und keine anlasslosen Ausweiskontrolle erwarten lassen.

Schufa 2.0

Der Schufa-Vorstandsvorsitzende Rainer Neumann will (noch) mehr Daten:

Mit weiteren Verbraucherdaten ließe sich das Risiko eines Kreditausfalls besser beurteilen, so der Schufa-Chef. Er stellte Überlegungen an, ob nicht die Verbraucher der Schufa freiwillig persönliche Daten überlassen könnten. “Das könnten zum Beispiel Daten zu Einkommen, Vermögen oder Geldanlagen sein”, so Neumann.

via golem



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