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Archived entries for RFID

Britischen E-Pass gefälscht

Das ging ja schneller als erwartet und schon sind die 3.000 gestohlenen britischen Pässe, die ja angeblich wertlos sind weil man sie nicht manipulieren kann, doch manipulierbar und damit wohl auch wertvoll:

Für den Test klonte der Computerexperte Jeroen van Beek von der Universität Amsterdam mit einem öffentlich verfügbaren Programm die Chips von zwei britischen Reisepässen angeblich in Sekunden. Auf den Pass eines kleinen Jungen fügte er den geklonten RFID-Chip mit einem digitalen Foto von Osama bin Laden ein und auf den einer 36-jährigen Britin das Foto von Hiba Darghmeh, einer palästinensischen Selbstmordattentäterin. Man wählte die beiden Personen aus, um nicht in den Verdacht zu geraten, tatsächlich verwendbare Pässe fälschen zu wollen.

Die veränderten Pässe wurden von einem Lesegerät, das mit dem von der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) als internationalem Standard empfohlenen Golden Reader Tool arbeitet, akzeptiert.

via heise

RFID für den Schulranzen

Ein sinniger Kommentar zu der Meldung: US-Eltern überwachen Schüler per Internet.

Darf man denn den Zahlen glauben, so ging die Kriminalität allgemein in Deutschland seit 1993 stetig zurück, teils verlagerte sie sich auch ein wenig, das neue Schreckgespenst einer verrohten Jugend machte schnell die Runde, insgesamt gewiß kein Ort der Glückseligkeit, aber auch kein Grund Sodom und Gomorrha herbeizuzitieren. Man zieht sich hier übrigens einer Art Deahtmatch der einzelnen Interessenvertreter gegenüber gestellt. Politiker die den Untergang der Republik herbeireden, Kriminalbeamte die über zu wenig Polizei im Lande klagen und willige Medien, welche die Quote wittern - denn Angst ist ein garstiger Zeitgenosse.

High-tech Police State

Naomi Klein schreibt im Rollingstone Magazine über China’s All-Seeing Eye

This is how this Golden Shield will work: Chinese citizens will be watched around the clock through networked CCTV cameras and remote monitoring of computers. They will be listened to on their phone calls, monitored by digital voice-recognition technologies. Their Internet access will be aggressively limited through the country’s notorious system of online controls known as the “Great Firewall.” Their movements will be tracked through national ID cards with scannable computer chips and photos that are instantly uploaded to police databases and linked to their holder’s personal data. This is the most important element of all: linking all these tools together in a massive, searchable database of names, photos, residency information, work history and biometric data. When Golden Shield is finished, there will be a photo in those databases for every person in China: 1.3 billion faces. (…) When I leave China, I feel a powerful relief: I have escaped. I am home safe. But the feeling starts to fade as soon as I get to the customs line at JFK, watching hundreds of visitors line up to have their pictures taken and fingers scanned. In the terminal, someone hands me a brochure for “Fly Clear.” All I need to do is have my fingerprints and irises scanned, and I can get a Clear card with a biometric chip that will let me sail through security.

Covert RFID Video Surveillance

Das RFID Journal berichtet über das Covert RFID Video Surveillance System nox der Firma SimplyRFID.

A handful of government agencies and private companies such as electronics suppliers are employing a clandestine RFID system known as NOX that allows them to use RFID interrogators hidden in walls, in conjunction with video surveillance and, in some cases, luminescent dust, to thwart theft or other unauthorized activities within their facilities. (…) The optically charged dust consists of microporous fibers that glow when exposed to low-power laser light. This luminescence is not visible to the human eye but can be detected by a video camera. The dust is scattered in areas where there is a risk of unauthorized activity, or where entry is generally forbidden. A camera can be programmed to watch for any dust that a person might inadvertently pick by walking through an unauthorized area. When that individual passes in front of the camera, it detects the glow as the dust is illuminated by a laser and triggers an alarm.

Verdachsunabhängige Kontrolle von Bewegungsprofilen

17 Millionen Briten pendeln mit Funkchip-Fahrkarten (Oyster-Karte) zur Arbeit - dass Geheimdienste da feuchte Augen bekommen war wohl klar.

Der Guardian vor (…) berichtet heute, dass der MI5 sein Interessen an den Daten bei der britischen Regierung angemeldet habe. Inlandsgeheimdienste und Polizisten sollten nicht mehr nur in konkreten Fällen die Bewegungsprofile auswerten, sondern auch verdachtsunabhängig nach “verdächtigen Verhaltensmustern” suchen dürfen.

Für dumm halten die Verantwortlichen uns eigentlich? Zwei sehr berechtigte Fragen in dem Spiegel Artikel:

  • Warum sollten Terroristen Jahres-Fahrkarten mit Funkchips kaufen? Es gibt noch immer teurere, aber dafür vollkommen anonyme (sofern man sie bar bezahlt) Einzelfahrscheine.
  • Warum sollten Terroristen nicht geklaute oder unter anderer Identität gekauft Tickets benutzen, wenn einmal anonyme Einzelfahrschein abgeschafft sind?


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