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Archived entries for Quadrocopter

Die fliegenden Augen

Rolf Gössner über den Einsatz von Drohnen durch die Polizei:

nnenminister Schünemann und die bundesdeutsche Polizei insgesamt sehen vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Minidrohnen: bei Großdemonstrationen, zur Verkehrskontrolle, bei Entführungen und Geiselnahmen, zur Verfolgung von Räubern, Suche nach Vermißten, Beweissicherung und Einsatzführung, Umwelt- und Drogenfahndung, Überwachung von Bahnanlagen und Grenzen, bei Katastrophen et cetera. Denkbar ist künftig auch die Ausrüstung der Flugobjekte mit Nebelgranaten, Pfefferspray, Tränengas oder Elektroschockern; vorstellbar sind auch ganze Drohnengeschwader, um Versammlungen oder bestimmte Stadtteile permanent und mit sogenannter intelligenter Software zu kontrollieren und einzelnen verdächtigen Gruppen und Personen nachzuspüren. An solchen Projekten wird intensiv gearbeitet.

Folgt man etwa dem EU-Überwachungs- und Forschungsprojekt INDECT, so sollen Polizisten künftig mit handlichen Drohnen auf Streife gehen, um damit Verdächtige ausfindig zu machen und sie zu verfolgen: Die mit hochauflösenden Spezialkameras ausgerüsteten Drohnen sollen die Verdächtigen unter anderem mit Hilfe von Gesichtserkennungsprogrammen automatisch observieren und den Polizeibeamten am Boden sämtliche Informationen für einen Zugriff oder eine Festnahme liefern; zugleich sollen Beweise für ein späteres Gerichtsverfahren gesichert werden. Solche mobilen Observationssysteme werden auch für die Bekämpfung künftiger Aufstände im urbanen Raum entwickelt

Polizeidrohnen

Matthias Monroy in telepolis über den Einsatz von Polizeidrohnen:

Die sogenannten Mikrodrohnen zählen zur Klasse der “Unbemannten Luftfahrzeuge” (Unmanned Aerial Verhicles, UAV). Die technische Bezeichnung “Quadrokopter” verweist auf die vier kleinen Rotorblättter, die von Elektromotoren angetrieben werden. Abhängig vom Gewicht können sie bis zu 30 Minuten in der Luft bleiben.

Quadrokopter unterscheiden sich von den Drohnen, die von Militärs eingesetzt werden. Im Gegensatz zu den militärischen Pendants – die aus Höhen bis zu 15 Kilometern unbemerkt Aufklärungsdaten liefern – fliegen die Mikrokopter nur rund 100 Meter hoch. Die Videodaten werden per Funk an eine Empfangsstation übertragen. Im Falle des Verlustes von Funkkontakt zum Piloten sinken die Drohnen langsam zu Boden.

Quadrocopter für Europas Polizeien

Matthias Monroy berichtet in telepolis über INDECT und insbesondere das “”Work Package 2” für ein “Mobile Urban Observation System”.

Gemeint sind sogenannte Quadrocopter, die (im Gegensatz zu ihren militärischen Pendants unbewaffnet) mit Kameras und einer direkten Übertragung per Funk zu einer in der Nähe befindlichen Empfangsstation (gewöhnlich ein Laptop) ausgerüstet werden können. Quadrocopter können darüber hinaus mit GPS-Modulen ergänzt werden, um programmierte Flugrouten einzuhalten und autonom zu einem festgelegten Punkt zurückzukehren. Neu am INDECT-Forschungsprogramm ist der Versuch, die vom mobilen Sensor gelieferten Bilder umgehend automatisiert auf potenzielle “Bedrohungen” oder “auffälliges Verhalten” zu untersuchen und die Objekte zu verfolgen. “Work Package 2” entwirft ein Netzwerk für “Polizeibeamte der Zukunft”:

Police officers of the future are expected to be equipped with wireless connections that provide them full connectivity among them and both to a central operations office and to such UAVs.
INDECT Specification of Requirements



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