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Archived entries for passport

Britische Pässe und Visa gestohlen

Und schon wieder eine Panne in Großbritannien:

Gangster haben in England 3000 Pässe und Visa des Vereinigten Königreichs gestohlen. Unweit der Passdruckerei in Oldham bei Manchester kaperten sie am Montagmorgen einen Lieferwagen, der die Blanko-Dokumente zum Luftwaffen-Flugplatz Northolt bei London bringen sollte

Die Beschwichtigung die Blanko-Dokumente seien für Fälscher wertlos kann ich nicht beurteilen, ich denke aber die Diebe werden schon einen “kreativen” Nutzen für die Ladung finden.

Aufrüstung Amerikas Grenzen

Die Überwachung der US Grenzen zu Kanada, Mexiko, den karibischen Inseln und Bermuda wird durch RFID Ausweise, RFID-Lesegeräten und Videoüberwachung massiv ausgebaut.

Bemerkenswert finde ich für welche Technik sich bei den RFID-Karten entschieden wurde:

Die ID-Karte , die auch als “Vicinity Card” bezeichnet wird, zeichnet sich vor allem durch den RFID Funkchip gemäß des EPCglobal UHF Class 1 Gen 2 Standard aus. Aufgrund dieser Technik, die bisher nur in Logistik- und Warenlieferungsketten zum Einsatz kommt, können diese Funkchips in größerer Anzahl bei gleicher Zeitdauer von RFID Lesegeräten ausgelesen werden (300 - 600 pro Sekunde) als das zum Beispiel bei den Funkchips der Fall ist, die wir jetzt im ePass und dem kommenden ePerso finden. Im Unterschied zu diesen Funkchips sind sie statt einiger Zentimeter auf eine Distanz von 6 bis 9 Metern auszulesen.

Das ist eine ordentliche Entfernung zum Auslesen/Registrieren einer RFID-Karte und schafft somit theoretisch die Möglichkeit eine flächendeckendes Sensornetz auch im Inland aufzuziehen.

via ravenhorst

Mal wieder Zweifel an der Sicherheit des neuen ePasses

Ravenhorst über Dichtung und Wahrheit vor vor Einführung des ePasses. Die Erfassung der biometrischen Merkmale sein einfach und sicher. Über die Realität berichtet (pdf 100kb) der Landesbeauftragte für Datenschutz von Mecklenburg-Vorpommern:

Die stichprobenartige Anfrage bei weiteren Passbehörden ergab, dass in keinem Fall die datenschutzrechtlichen Vorschriften eingehalten wurden. Die geprüften Passbehörden arbeiten durchweg mit automatisierten Verfahren, die nicht für die Nutzung freigegeben sind.

(…)

Allein angesichts dieser gravierenden Mängel zweifelt er an der Sicherheit des neuen ePasses und fordert die Einstellung des Verfahrens.

Schön zu sehen wie sehr die Sicherheit der Bevölkerung den Politikern am Herzen liegt.

Links aus aktuellem Anlass

Heute mal in einem Abwasch was sich im Newsreader angesammelt hat.

taz Interview mit Sandro Gaycken.

Kaum eine Technik schafft so eine enge Beziehung zwischen ihrem Beherrscher und denen, die ihr ausgesetzt sind, wie es die Überwachungstechnologie tut. Der Überwachte versucht nach bisherigen Erkenntnissen, sein Handeln dem Wertesystem des Überwachers anzupassen. Vielleicht werden die Menschen gar nicht mehr den Wunsch verspüren, sich gegen Überwachung zu wehren.

Frontal21 bringt die Sendung Bürger unter Generalverdacht.

E-Mails, SMS, Telefonate - nichts soll künftig mehr privat bleiben. Die Bundesregierung will die Vorratsspeicherung von Verbindungsdaten aller Bürger per Gesetz ermöglichen. Kritiker befürchten eine verdachtlose Totalüberwachung für Deutschland und warnen: Schon heute würden heimlich die persönlichen Daten von Internetnutzern gesammelt.

Im Wetterfroschs Einmachglas gibt es das Schaubild Was wissen die Computer des Staats über mich?

Und telepolis zeichnet die Geschichte des Passfotos nach, das seine Wurzeln in der Verbrechensbekämpfung hat:

Staatliche Akteure haben in sicherheitspolitischer Hinsicht längst nicht mehr primär den Schutz unbescholtener Bürger im Sinn, sondern sprechen einen Generalverdacht gegen die gesamte Bevölkerung aus. Auch wenn Bilder bzw. biometrische Personendaten nicht in einer zentralen Datei gespeichert werden dürfen, ist der ePass doch ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Verwirklichung der Machtphantasie vom kollektiven Verbrecheralbum.

Diplomatenpässe ohne RFID Chip

Einen aufschlussreichen Aspekt des biometrischen funkenden Reisepasses habe ich gerade einer Meldung des CCC entnommen:

Auch das Auswärtige Amt traut den Sicherheitsversprechungen des Bundesinnenministeriums nicht. Diplomatenpässe werden “wegen der besonderen Gefährdungslage” keine Funkchips enthalten.

Ach so. Da trauen wohl einige Leute ihren eigenen Versprechungen nicht. Was für eine Verarschung!

Folgender Einschätzung kann ich mich nur anschliessen - ich sag nur Toll-Collect:

“Die Beteuerungen deutscher Politiker, die Fingerabdrücke würden nicht zentral gespeichert, haben angesichts der maßlosen Datengier des Staates nicht mal mehr Unterhaltungswert”, unterstrich der Sprecher des CCC Dirk Engling. “Jetzt zu behaupten, dass es keine zentrale Biometriedatei geben werde, ist eine vorsätzliche Täuschung des Bürgers.”



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