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Archived entries for Identitätsdiebstahl

Die Zeit über Identitätsdiebstahl

In der Zeit startet in loser Folge eine Reihe zu Identitätsdiebstahl. Den Anfang macht Tina Groll, die in Meine Identität gehört mir! über ihre eigene Erfahrung mit dem Thema berichtet.

Wie klaut man die Identität eines Menschen? Hätte ich noch vor wenigen Wochen von dieser Geschichte gehört, ich hätte gesagt: Das ist doch nicht möglich. Doch es ist sogar sehr einfach. Es braucht nur einen Namen und das dazugehörige Geburtsdatum. Daten, die man leicht im Internet findet. Hat man dann noch einen weiteren Anhaltspunkt, beispielsweise den Beruf der Person, kann man sich munter bedienen.

Die elektronische Gesundheitskarte

Ein ausführliches Posting auf privatsphaere.org mit vielen Querverweisen setzt sich mit der elektronischen Gesundheitskarte auseinander.

In den USA wurden für die Namen, Postanschriften, Geburtstage, Sozial- und Krankenversicherungsnummern von 1100 Patienten bereits 2,8 Millionen Dollar bezahlt. Das macht pro Patientennase 2500 Dollar. Banken hierzulande würden wohl Unsummen ausgeben, wenn sie vor Vertragsabschluß über die Lebenserwartung ihrer Kreditnehmer Bescheid wüssten. Lebensversicherer würden vermutlich ähnlich viel für die komplette Krankenhistorie des Antragstellenden hinlegen. (…) Bleiben noch die Erbanlagen. Erstaunlich ungeniert fordert die Versicherungswirtschaft bereits heute darauf Zugriff. Ab 2011 sollten Patienten nach durchgeführten Gentests über kein „Insiderwissen“ mehr verfügen, so der Chefarzt der Münchner Rückversicherung. Noch erstaunlicher aber ist, daß niemand bislang ob des Wahnsinns aufgeschrien hat.

Daten-Schwarzmarkt

Erich Moechel über Identitätsdiebstahl. Lesenswert!

Im anbrechenden Zeitalter immaterieller Güter bezeichnet “Abhandenkommen” nämlich grundsätzlich das Gegenteil dessen, was ein Diebstahl in der analogen Welt bedeutet hat: Geklautes kommt nicht abhanden, sondern es vervielfältigt sich und taucht an anderen Orten wieder auf.

Mit diesem Material, das in Form von umfangreichen Datensätzen Behörden aller Art, Militärs, Dienstleistern, Beraterfirmen, Kreditkartenunternehmen und Datenhändlern “entkommt”, wird der Schwarzmarkt beliefert.

Dort werden die Daten neu strukturiert und nach marktgängigen Kriterien paketweise offeriert.

Alle Namen und Wohnadressen von medizinischem Personal in einem US-Bundesstaat sind da ebenso zu haben wie Kreditkarten-Datensätze, die nach bestimmten anderen Kategorien geordnet sind.

Ohne Worte

Die britische Behörde HM Revenue and Customs, unter anderem für das Eintreiben von Steuern, aber auch für einige Wohlfahrtsprogramme zuständig, hat zwei CDs mit vertraulichen und persönlichen Daten von über 25 Millionen britischen Bürgern verloren. Es handelt sich dabei um alle Briten aus 7,25 Millionen Familien, die Kindergeld für Kinder unter 16 Jahren erhielten, schreibt die Behörde. Die Daten umfassten Name, Adresse Geburtsdatum, nationale Versicherungsnummer und teilweise Informationen zur Bankverbindung von über 25 Millionen Briten.

via heise

Update: Es geht noch besser!

the entire HMRC Child Benefit personal data record data for 25 million people was sent, unencrypted, at least three times in a year to the National Audit Office.

via spyblog

Identitätenklau

Blogwiese geht nach der Lektüre von TC Boyles “Talk, Talk” der Frage nach ob Identitätsdiebstahl in der Schweiz auch so einfach ist.

Ganz interessant - und so einfach wie in den USA ist es nicht.



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