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Archived entries for GPS

Geofencing

Der US-amerikanische Geograph Jerome Dobson warnt im Interview mit telepolis vor den Gefahren der Ortungstechnik. Was ich ganz spannend fand, ist wie breit das anscheinend in den USA bereits praktiziert wird.

Wie weit verbreitet ist Human Tracking in den USA?

Jerome Dobson: Es ist sehr verbreitet und wird sich noch weiter verbreiten, besonders weil die Preise weiter fallen. Es wird in der Justiz eingesetzt, von Arbeitgebern, von Eltern oder auch von Altersheimen, um ihre Demenzpatienten wieder zu finden. Allein die kalifornische Firma Xora, die GPS-Tracking von Angestellten und Maschinen anbietet (Mobile Ressource Management), hat im Jahr 2005 nach eigenen Angaben insgesamt 50.000 Beschäftigte in 4500 Unternehmen überwacht. Seitdem hat Xora keine Zahlen mehr veröffentlicht, aber sie werden bestimmt nicht gefallen sein. Oder denken Sie an OnStar von General Motors, bei dem das Fahrzeug rund um die Uhr verfolgt wird – vielen gefällt das!

Pest oder Cholera

Das virtuelle Datenschutzbüro berichtet über eine “Tarnkappe” gegen Videoüberwachung:

Ein Forscher der Hewlett Packard Labs hat ein System zur automatischen Unkenntlichmachung von Gesichtern auf Aufnahmen von Videokameras entwickelt; dies berichten Der Standard und New Scientist.

Das “Cloak” genannte System soll die Gesichter von Personen, die sich nicht aufzeichnen lassen wollen, automatisch unkenntlich machen; in diesem “opt out”-System müssten solche Personen allerdings ein Gerät mit GPS-Empfänger bei sich tragen, das die Position der Person an das Kameranetzwerk meldet, damit die Kameras wissen, wen sie unkenntlich machen sollen.

Na toll, dann werde ich nicht mehr gefilmt, aber dafür muss ich jederzeit meinen genauen Standort preisgeben ?!? - idiotische Idee!

Datenbank Funkzelleninformationssystem

Das bayerische Innenministerium hat ein bis auf wenige Meter genaues System zur Ortung von Mobiltelefonen vorgestellt, berichtet heise.

Das “Datenbank Funkzelleninformationssystem” (FIS-Bayern) kombiniert GPS-Daten mit Funkzellenmessungen.

Bisher war es der Polizei eigenen Angaben zufolge nur möglich, Mobiltelefone funkzellengenau zu lokalisieren – im ländlichen Raum decke eine Funkzelle aber oftmals ein Gebiet von mehreren Quadratkilometern ab. Um hier genauere Daten zu erhalten, habe die bayerische Polizeibehörde 20 Streifenwagen mit Messinstrumenten ausgerüstet, die während der Dienstfahrten GPS-Daten, Funkzellen-IDs und Signalstärken in den Funkzellen protokollieren. Im Gebirge tragen alpine Einsatzkräfte die Geräte im Rucksack. Die Daten werden in der Einsatzzentrale miteinander verknüpft, seit Mitte 2007 sollen etwa 70 bis 75 Prozent von Bayern im System erfasst worden sein.

Die Behauptung:

für einen Einsatz in anderen Bereichen wie der Kriminalbekämpfung gäbe es noch keine Pläne

darf man wohl in das Reich der Legenden verbannen.

GPS-Spoofing

Gerade bei heise gelesen:

Wissenschaftler an den US-Hochschulen Cornell und Virginia Tech haben eine schwere Sicherheitslücke im Satellitennavigationssystem GPS demonstriert. Mit Hilfe eines eigens gebauten Senders konnten sie mit relativ einfachen Mitteln einen handelsüblichen GPS-Empfänger so manipulieren, dass er ein gefälschtes Signal als korrekt übernahm und danach die vom Angreifer gewünschten Positionsdaten anzeigte.

Unschuldig

In der taz lässt sich nachlesen auf welch schwacher Grundlage und mit welch fragwürdigen Mitteln die 3 Leute die angeblich Kern der militante gruppe gewesen sein sollen bespitzelt wurden.

Alte Stasi-Akten wurden ausgewertet, auch Gespräche mit Anwälten mitgeschnitten. (…) Brisant ist, dass das BKA den Anfangsverdacht des Verfassungsschutzes in Zweifel zog und trotzdem jahrelang ermittelte. (…) Ausgehend vom vagen Anfangsverdacht wurde jahrelang fleißig überwacht: GPS-Peilsender und Mikrofone im Wagen von Ernst-Jochen U., das WG-Telefon und Handys wurden angezapft, Kameras vor den Hauseingängen installiert, Kontobewegungen eingesehen. (…) Ernst-Jochen U. machte sich verdächtig, weil er in seinem Wagen Radio 1 hörte - einen Sender, an den auch ein Bekennerschreiben der militanten gruppe ging. (…) Auch gegen seinen Sohn lief ein Verfahren, denn wegen enger sozialer Kontakte zu seinem Vater könnte er ebenfalls Mitglied der mg sein



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