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Archived entries for datamining

“Precrime” von IBM

Technology Review berichtet über den Einsatz von Analysesoftware in den USA die Warnhinweise auf potenzielle Delikte gibt.

Dazu kombiniert das von IBM entwickelte „Blue CRUSH“-Programm (Crush steht für „criminal reduction utilizing statistical history“) Daten aus bisherigen Straftaten mit Wetterberichten, ökonomischen Indikatoren und Informationen über öffentliche Ereignisse wie Konzerte oder auch Zahltage. Ergebnis ist eine Reihe von Kriminalitätsmustern, die darauf hinweisen, wann und wo es Probleme geben könnte. „Das öffnet Ihnen in Ihrem Revier die Augen“, schwärmt Godwin. „Sie können buchstäblich wissen, wo Sie Ihre Beamten zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer Straße positionieren müssen.“

Fingerprint Devices

Das Wall Street Journal berichtet über BlueCava Inc. und den Versuch jeden Computer, jedes Telefon, oder sonstige Netzfähige Gerät zu “fingerprinten”.

David Norris wants to collect the digital equivalent of fingerprints from every computer, cellphone and TV set-top box in the world. (…) By the end of next year, BlueCava says it expects to have cataloged one billion of the world’s estimated 10 billion devices. (…) Advertisers no longer want to just buy ads. They want to buy access to specific people.

Das langfristige Ziel wird auf der Firmen Webseite so formuliert::

Our vision is to build a Device Reputation Exchange that quickly looks up a device’s reputation from over 100 categories. Things like financial transaction reputation. Social behavior reputation. And site visitation reputation. Then, members of the Exchange can monitor for fraudulent or undesirable device reputation and can closely monitor devices with bad reputations and include devices with good ones.

Gruselig, aber wohl leider kein Hingespinst wie die EFF mit Panopticlick demonstriert hat.

daily links

  • google-refine - Project Hosting on Google Code
    Google Refine is a power tool for working with messy data, cleaning it up, transforming it from one format into another, extending it with web services, and linking it to databases like Freebase.
  • jQuery webcam plugin - Website and Application Intelligence
    This plugin provides three different modes to access a webcam through a small API directly with JavaScript - or more precisely jQuery. Thus, it is possible to bring the image on a Canvas (callback mode), to store the image on the server (save mode) and to stream the live image of the Flash element on a Canvas (stream mode). I
  • Sidestep | Chetan Surpur
    When Sidestep detects you connecting to an unprotected wireless network, it automatically encrypts all of your Internet traffic and reroutes it through a secure connection to a server of your choosing, which acts as your Internet proxy. And it does all this in the background so that you don’t even notice it.
    With Sidestep enabled, no one can eavesdrop on your traffic and impersonate you or see what you’re seeing as you browse the web.

EU Datenbank gegen “Radikalisierung”

Unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung will die EU mal wieder eine breite Datensammlung anlegen. Ziel die der Aufbau “eines standardisierten, multidimensionalen semistrukturierten Instruments zur Erfassung von Daten und Informationen über die Radikalisierungsprozesse in der EU”.

Klar wird gesagt, dass es nicht nur darum geht, die Radikalisierungswege mit allen persönlichen, poloitischen, familiären oder psychologischen Faktoren zu erkennen, um hier präventiv einzugreifen, sondern auch um die Erkennung und Beobachtung von Individuen und Gruppen, die einer Ideologie folgen, die direkt Gewalt propagiert. Hier ist dann nicht mehr von Terroristen die Rede, sondern von “Extreme right/left, Islamist, nationalist, anti-globalisation, etc.”.

In meinen Ohren klingt das so schwammig, dass man im Grunde jede missliebige Gruppe unter diesem Vorsatz ausspionieren kann.

Stiftung Warentest testet Auskunfteien

Die Stiftung Warentest hat Auskunfteien wie die Schufa untersucht - das Ergebnis:

Der Test bestätigt vorhandene Bedenken: Die Auskunfteien speicherten unvollständige und falsche Daten und ar­beiteten nach undurchsichtigen Regeln. Nur 11 von 89 Testpersonen bekamen von der Schufa eine vollständig korrekte Auskunft. Bei allen anderen Testern gab es in der Auskunft den einen oder anderen Mangel. Am häufigsten fehlten Daten: Girokonten, Kreditkarten, Handyverträge oder laufende Kredite. Manchmal waren auch noch Kreditkarten gespeichert, die der Kunde längst gekündigt hatte. Ob die Lücken durch schlechtes Meldeverhalten der Schufa-Vertragspartner entstehen oder ob die Banken der Tester keine Vertragspartner der Schufa sind und keine Daten liefern, konnte der Test nicht prüfen



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