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Archived entries for datamining

Stiftung Warentest testet Auskunfteien

Die Stiftung Warentest hat Auskunfteien wie die Schufa untersucht - das Ergebnis:

Der Test bestätigt vorhandene Bedenken: Die Auskunfteien speicherten unvollständige und falsche Daten und ar­beiteten nach undurchsichtigen Regeln. Nur 11 von 89 Testpersonen bekamen von der Schufa eine vollständig korrekte Auskunft. Bei allen anderen Testern gab es in der Auskunft den einen oder anderen Mangel. Am häufigsten fehlten Daten: Girokonten, Kreditkarten, Handyverträge oder laufende Kredite. Manchmal waren auch noch Kreditkarten gespeichert, die der Kunde längst gekündigt hatte. Ob die Lücken durch schlechtes Meldeverhalten der Schufa-Vertragspartner entstehen oder ob die Banken der Tester keine Vertragspartner der Schufa sind und keine Daten liefern, konnte der Test nicht prüfen

Goldmine Verbindungsdaten

Nicht nur der Staat hat Interesse an den Verbindungsdaten von Handys, berichtet Technology Review.

„Handys sind einfach überall. Die Auswertung der Verbindungsdaten kann die Untersuchung von menschlichem Verhalten revolutionieren“, schwärmt Ramón Cáceres vom Forschungslabor des Telekommunikationsriesen AT&T. (…) Da fast jeder Bürger ein Handy hat, ist die Datenmenge im Vergleich zu anderen Datenquellen gigantisch. Die so gefundenen Mobilitätsmuster könnten sowohl Immobilienpreise als auch Straßenwerbung auf eine ganz neue Grundlage stellen. Über dieser potenziellen Goldmine würden zurzeit wohl Mobilfunkdienste auf der ganzen Welt brüten, meint Bolot.

Na danke! Man darf wohl davon ausgehen, dass Telefonieren trotzdem nicht kostenlos wird.

Zensus 2011

Ich hatte vor einiger Zeit schon mal über die EU-weite Volkszählung geschrieben, ab Mai 2011 werden in der BRD Daten zusammengeführt:

Problematisch ist bei diesem Zensusgesetz, dass die Datensätze von Meldeämtern, Arbeitsagenturen und Behörden gesammelt und ohne jegliche Anonymisierung beim Bundesamt für Statistik zusammengeführt werden sollen. Für jeden Haushalt wird eine Ordnungsnummer vergeben und geführt. Inwieweit die geplante Volkszählung das Recht auf informationelle Selbstbestimmung (s. Volkszählungsurteil) verletzt, wird nun für eine eventuelle Verfassungsbeschwerde seitens des AK Zensus geprüft,

Weitere Informationen gibt es hier.

Datenkrake: Rewe

Wer beim Handelskonzerns Rewe mit EC-Karte und Unterschrift bezahlt unterschreibt auch eine Einwilligungserklärung zur Datenweitergabe und -speicherung, berichtet heise.

Rewe- und Penny-Kunden genehmigen laut dem Bericht mit ihrer Unterschrift unter anderem die Weitergabe ihrer Daten an ein Unternehmen für Zahlungsdienstleistungen sowie zwei Wirtschaftsauskunfteien. (…) Zudem gebe es bei einem für Rewe und zahlreiche andere Unternehmen tätige Dienstleister “Hinweise darauf, dass die Kundendaten über längere Zeit gespeichert werden und eventuell sogar Profile erstellt werden”.

Analyse von Social Media Daten

Wieder ein bisschen “gläserner”: IBM entwickelt das Tool SPSS Modeler zur Auswertung von Social Media-Daten anhand der auf Twitter, Blogs, sozialen Netzwerken und anderen Webservices gesammelten Daten.

Die Daten der sozialen Netzwerke können ebenso mit innerbetrieblichen Daten verbunden werden, um zu einem noch exakteren Bild des Verbrauchers zu gelangen, erklärte IBM. Demnach soll es mit dem SPSS Modeler möglich sein, die gesammelten Webdaten für ihre Auswertung mit Textdokumenten, Emails und Call Center-Daten zu kombinieren.



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