Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken &handeln! Willst du auch an der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:

Archived entries for bewegungsprofile

Bewegungsprofile von Autofahrern

Mal wieder ein Beitrag über den Überwachungswahn in Großbritannien:

Zwischen 10 und 14 Millionen Bilder von Überwachungskameras an Straßen werden von der britischen Polizei im Rahmen des APRN-Programms (automatic number plate recognition) täglich gespeichert. Die Bilder werden mindestens zwei Jahre vorgehalten. Aber erfasst werden oft nicht nur die KFZ-Kennzeichen, sondern auch die Gesichter von Fahrer und Begleitperson, wie aus Dokumenten der Polizei hervorgeht, so die britische Times. Alles ohne rechtliche Grundlage und ohne Wissen und Erlaubnis der Fahrer.

Du kannst dich nicht mehr verstecken

Frank Rieger in der FAZ über die Vorratsdatenspeicherung. Lesenswert.

Die Abbildung menschlichen Verhaltens in den Datenspuren ist mittlerweile genügend erforscht und analysiert, so dass sich auch in großen Mengen von Verkehrsdaten typische Muster auffinden lassen. (…) Mit über einen längeren Zeitraum gesammelten und analysierten Daten lässt sich ein genaues Modell des normalen alltäglichen Lebens einer Person, einer Gruppe oder auch einer großen Menschenmenge errechnen. Wir sind in unser Individualität sehr viel vorhersehbarer als uns bewusst ist. Der normale Bewegungsradius und die übliche Häufigkeit, Dauer, Uhrzeit von Anrufen und ihren Zielrufnummern lässt sich mathematisch abbilden. (…) Können wir uns, die Frage muss gestattet sein, darauf verlassen, dass der heutige freundliche Rechtsstaat von nebenan nicht unter dem Druck kommender realer oder imaginärer Bedrohungen zu einem repressiven Präventionsstaat wird? Es gibt ein deutliches Warnzeichen: Die technischen Abfrageschnittstellen für die Verkehrsdaten sind auf automatisierte Massenabfertigung ausgelegt, so wie es für eine schnelle Ausweitung und massenhafte Analyse notwendig ist. Im digitalisierten Ablauf sind rechtliche Schranken nur noch als störender Sonderfall vorgesehen, die im Notfall mit einer kleinen Änderung am Programm wegrationalisiert werden können.

Bewegungsprofil: Where is Schtief!

Schöne Aktion: Where is Schtief!

Auf der Seite schtief.org sieht man eine Karte auf der mit Rot mein Bewegungsprofil der letzten 36 Stunden dargestellt wird. Dieses Bewegungsprofil erstelle ich anhand der Ortungsdaten die mein Handy aussendet. Diese Positionsangabe sendet mein Handy auch ohne angeschaltetes GPS, denn es verwendet nur die aktuellen Informationen der GSM-Zellen, in die mein Handy eingeloggt ist.
Neben dem aktuellen Profil kann dort über ein Datumsauswahlfeld auch mein Bewegungsprofil der letzten Monate eingesehen werden. Dies ist eine Provokation um zu zeigen, was alles moeglich ist, denn unsere Handys sind immer ortbar.

Weitere Informationen gibt es hier.

Handy Bewegungsdaten zum Verkauf

Keine gute Idee, auch wenn der PR-Mensch da keinerlei Gefahr sieht:

Der größte österreichische Mobilfunkanbieter mobilkom austria bietet als kostenpflichtigen Service die anonymisierten Bewegungsdaten seiner Kunden für Marketing- und Forschungszwecke an. Die Bewegungen der 4,7 Mio. SIM-Karten werden in einem einzelnen Datenstrom zusammengefasst.

AOL war sich auch sicher die Daten anonymisiert zu haben.

Maßvolle Überwachung

Bei heise konnte man gestern nachlesen wie “maßvoll” und “gezielt” Sicherheitsbehörden mit den Befugnissen die ja angeblich nur gegen “Terroristen” eingesetzt werden umgehen:

Britische Sicherheitsbehörden haben im vergangenen Jahr insgesamt in 504.073 Fällen Verbindungs- oder Standortdaten auf Basis des Regulation of Investigatory Powers Act (RIPA) von 2000 abgerufen. Das entspricht durchschnittlich 1381 Abfragen dieser sogenannten Verkehrsdaten pro Tag in Großbritannien.



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