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Archived entries for bewegungsprofile

Americans enjoy no “reasonable expectation of privacy”

Das FBI hat ohne richterliche Genehmigung die Position von 180 Handy ermittelt. Interessant ist was die Regierung nach bekannt werden zu dem Vorgehen sagt:

In that case, the Obama administration has argued that warrantless tracking is permitted because Americans enjoy no “reasonable expectation of privacy” in their—or at least their cell phones’—whereabouts. U.S. Department of Justice lawyers say that “a customer’s Fourth Amendment rights are not violated when the phone company reveals to the government its own records” that show where a mobile device placed and received calls.

Goldmine Verbindungsdaten

Nicht nur der Staat hat Interesse an den Verbindungsdaten von Handys, berichtet Technology Review.

„Handys sind einfach überall. Die Auswertung der Verbindungsdaten kann die Untersuchung von menschlichem Verhalten revolutionieren“, schwärmt Ramón Cáceres vom Forschungslabor des Telekommunikationsriesen AT&T. (…) Da fast jeder Bürger ein Handy hat, ist die Datenmenge im Vergleich zu anderen Datenquellen gigantisch. Die so gefundenen Mobilitätsmuster könnten sowohl Immobilienpreise als auch Straßenwerbung auf eine ganz neue Grundlage stellen. Über dieser potenziellen Goldmine würden zurzeit wohl Mobilfunkdienste auf der ganzen Welt brüten, meint Bolot.

Na danke! Man darf wohl davon ausgehen, dass Telefonieren trotzdem nicht kostenlos wird.

Handy Tracking via GSM

Ein Angriff auf die GSMN Infrastruktur erlaubt es Angreiferen Handys via GSM zu tracken.

Turns out you don’t even need a GPS to track a mobile phone user’s whereabouts and glean her movements and interactions: Researchers have discovered a way to use information from the GSM mobile infrastructure to track down someone and even listen in on her voicemail messages and calls. (…) Bottom line is it demonstrates inherent weaknesses in the way mobile providers interoperate over the GSM infrastructure. “There is a soft underbelly in the cell phone network…it’s an interoperability thing,” Bailey says. “We are taking advantage of the way these companies are exposing interfaces to each other. That’s where it becomes a serious problem.”

Bewegungsprofile von Autofahrern

Mal wieder ein Beitrag über den Überwachungswahn in Großbritannien:

Zwischen 10 und 14 Millionen Bilder von Überwachungskameras an Straßen werden von der britischen Polizei im Rahmen des APRN-Programms (automatic number plate recognition) täglich gespeichert. Die Bilder werden mindestens zwei Jahre vorgehalten. Aber erfasst werden oft nicht nur die KFZ-Kennzeichen, sondern auch die Gesichter von Fahrer und Begleitperson, wie aus Dokumenten der Polizei hervorgeht, so die britische Times. Alles ohne rechtliche Grundlage und ohne Wissen und Erlaubnis der Fahrer.

Du kannst dich nicht mehr verstecken

Frank Rieger in der FAZ über die Vorratsdatenspeicherung. Lesenswert.

Die Abbildung menschlichen Verhaltens in den Datenspuren ist mittlerweile genügend erforscht und analysiert, so dass sich auch in großen Mengen von Verkehrsdaten typische Muster auffinden lassen. (…) Mit über einen längeren Zeitraum gesammelten und analysierten Daten lässt sich ein genaues Modell des normalen alltäglichen Lebens einer Person, einer Gruppe oder auch einer großen Menschenmenge errechnen. Wir sind in unser Individualität sehr viel vorhersehbarer als uns bewusst ist. Der normale Bewegungsradius und die übliche Häufigkeit, Dauer, Uhrzeit von Anrufen und ihren Zielrufnummern lässt sich mathematisch abbilden. (…) Können wir uns, die Frage muss gestattet sein, darauf verlassen, dass der heutige freundliche Rechtsstaat von nebenan nicht unter dem Druck kommender realer oder imaginärer Bedrohungen zu einem repressiven Präventionsstaat wird? Es gibt ein deutliches Warnzeichen: Die technischen Abfrageschnittstellen für die Verkehrsdaten sind auf automatisierte Massenabfertigung ausgelegt, so wie es für eine schnelle Ausweitung und massenhafte Analyse notwendig ist. Im digitalisierten Ablauf sind rechtliche Schranken nur noch als störender Sonderfall vorgesehen, die im Notfall mit einer kleinen Änderung am Programm wegrationalisiert werden können.



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