Iris-Scans fehleranfälliger als erwartet

Der US-Computerwissenschaftler Kevin Bowyer hat nachgewiesen, dass das biometrische Verfahren der Iris-Erkennung mehr Fehler aufweist, als bislang angenommen.

Meines Wissens nach weiß man über den Alterungseffekt bei Fingerabdruckverfahren noch weniger als bei der Iris-Erkennung. Ich habe einige Kollegen befragt, die im Bereich der Fingerabdruck-Analyse forschen, ob sie eine Studie kennen, die diese Problematik beschreibt – so wie wir dies nun bei der Iris getan haben. Bislang konnten sie mir noch keine Referenzen nennen. Entsprechend denke ich, dass die Fingerabdruck-Erkennung der Iris-Technologie hinterherhinkt.

Insgesamt halte ich es aber für eine normale Situation in der Biometrie, dass Parameter wie das Gesicht, der Fingerabdruck oder die Iris mit der Zeit unter Alterungseffekten leiden. Gut gestaltete Anwendungen, die für einen langen Zeitraum im Einsatz sein sollen, müssen dies einfach mit einberechnen.

 

bvt