Gläserne De-Mail
Der De-Mail Quatsch hat tatschlich das Licht der Welt erblickt. daten-speicherung.de listet einige Punkte auf warum man De-Mail boykottieren sollte. Zwei der genannten Gründe reichen mir schon:
- Vor der Einrichtung eines De-Mail-Briefkastens muss man sich identifizieren, was bei einem normalen Briefkasten, bei dem Versand von Briefen oder bei sonstigen E-Mail-Konten nicht erforderlich ist.
- Die hinterlegten persönlichen Daten des Nutzers sind für eine Vielzahl von Sicherheitsbehörden und Geheimdiensten ohne richterliche Anordnung anforderbar (§ 113 TKG), die Identität hinter einer De-Mail-Adresse ist für über 1.000 Behörden in einem Onlineverfahren abrufbar (§ 112 TKG), in dem täglich 12.000 Zugriffe auf Kundendaten erfolgen.
Ach ja und Ziel des Vorhabens ist dem Bundesinnenministerium zufolge ausdrücklich, „die nicht-anonyme und sichere elektronische Kommunikation zum Normalfall“ zu machen.


Dass es irgendwann zur Pflicht werden soll, sich so für so einen Scheiß zu registrieren, kann nicht deren Ernst sein. Ist es aber anscheinend.