Das war’s für 2009
Guten Rutsch und frohes Neues an alle die jetzt noch ihren Feedreader bemühen.
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Die Reaktionen auf den versuchten Flugzeug-Anschlag sind ja mal wieder großes Theater.
Hieß es vor einem Jahr noch “die neue Technik überschreite alle Schamgrenzen und verstoße gegen die Menschenwürde.” (Max Stadler - FDP) lautet die Marschrichtung nun: Sofern die Würde des Menschen gewahrt werde, “müssen wir zur Sicherheit der Passagiere auch in solche Systeme investieren”, sagt Innenpolitikerin Gisela Piltz. Und selbstverständlich fordert Thomas de Maizière (CDU) den Einsatz von Nacktscannern an deutschen Flughäfen, solange die Persönlichkeitsrechte der Passagiere “vollumfänglich” gewahrt blieben.
Das virtuelle Datenschutzbüro berichtet:
Der französische Innenminister Brice Hortefeux fordert eine Fluggastdatenerfassung nach amerikanischem Vorbild, wie ORF Futurezone berichtet. Die Speicherung soll zunächst auf nationaler Ebene kommen, Hortefeux will aber auch im EU-Ministerrat einen entsprechenden Vorschlag vorbringen.
Wobei das ja schon recht amüsant ist wo genau dieses System ja gerade versagt hat, aber wen interessiert das schon.
Ich finde ja eher diese Spiegel Meldung spannend:
Die US-Regierung wusste möglicherweise schon frühzeitig über Terrorpläne der jemenitischen Qaida Bescheid. Nach einem Bericht der “New York Times” vom Mittwoch verfügte die Regierung über Hinweise aus dem Jemen, die in Zusammenhang mit der vereitelten Attacke auf ein Flugzeug der Northwest Airlines stehen.
Der Zeitung zufolge hätten jemenitische Qaida-Terroristen in einem von den USA abgehörten Gespräch einen “nigerianischen Jungen” erwähnt, der für einen Anschlag vorbereitet werde.
Zwar wurde kein Name genannt, doch wäre es möglich gewesen, ihn durch Abgleich mit anderen Informationen mit dem 23-jährigen Nigerianer Umar Faruk Abdulmutallab in Verbindung zu bringen, schreibt die Zeitung und beruft sich dabei auf zwei Regierungsbeamte.
Bei dem größten Teil der vermeintlichen Terrorakte der letzten Jahre schienen Geheimdienste entweder informiert oder in der einen oder anderen Form involviert gewesen zu sein. Mit Angst lässt sich gut Politik machen, gerade wenn man die wirklichen Bedrohungen der Zeit, Finanzkrise, Klimakatastrophe, etc pp, nicht in den Griff bekommt.
Auf dem 26C3 wurde ein praktikabler, günstiger Angriff auf den GSM-Verschlüsselungsalgorithmus A5/1 vorgestellt. Der CCC stuft daher Gespräche über das Mobiltelefon als nicht mehr sicher ein.
“Mit dem gezeigten Angriff rücken die bisher nur mit teuren kommerziellen Lösungen möglichen Angriffe auf wirtschaftliche und private Geheimnisse in einen für alle Neugierigen erschwinglichen Bereich”, erklärt Karsten Nohl, Mitglied des CCC und Sicherheitsforscher, der den Angriff auf dem 26C3 zeigte. Nunmehr seien sie “von ausreichend motivierten privaten Angreifern zu stemmen, die bereit sind, die Grenzen des Gesetzes zu übertreten”, kommentierte er weiter.
Das FIfF startet das Projekt Datenspuren.
In diesem Projekt sollen die Einzelinformationen aus den Antworten der Werbewirtschaft zusammengetragen und ausgewertet werden, so dass auf diesem Weg ein Bild über die Vernetzung der Adressvermarkter entstehen kann. Mit Hilfe dieser Informationen kann der Einzelne ermitteln, mit welchen sonstigen Firmen ein Adressvermarkter Geschäftsverbindungen unterhält und an welche Firmen die eigenen Daten verkauft worden sein könnten. Da die Adressvermarkter diese Informationen bislang verweigern, werden diese jetzt von den Betroffenen selbst zusammengestellt und rekonstruiert. Bislang ist jede Informationskette eine Einbahnstraße vom Versender der Werbung hin zur Quelle der Adressdaten. Dies wird durch das Projekt erstmals durchbrochen.
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