Datenkraken

Mal wieder zwei Beispiele für die Datensammelwut, das Missbrauchspotenzial und die Zielrichtung der staatlichen Datensammelwut:

In Großbritannien macht sich verdächtig wer für seine Überzeugungen auf die Strasse geht:

Die britische Polizei filmt und fotografiert nicht nur möglichst viele Teilnehmer von Demonstrationen oder politischen Versammlungen, sie speichert die Bilder auch sieben Jahre lang mit Namen ab. (…) Superintendent David Hartshorn musste nun die Praxis einräumen, dass auch friedliche und keine Gesetze verletzenden Aktivisten in die Datenbank aufgenommen werden, in der sich sonst Personen befinden, die der Störung der öffentlichen Ordnung verdächtigt werden oder dafür verurteilt wurden. Nach Hartshorn macht sich verdächtig, wer öfter einmal bei Protesten beobachtet wurde.

In der “Hooligan-Datei” haben sich mittlerweile 13.772 Datensätze angesammelt, die sich auf 10.711 Betroffene beziehen.

Überlegungen, strengere Löschungs- und kürzere Aufbewahrungsfristen festzusetzen, gibt es im Innenministerium nicht. Derzeit werde bei Jugendlichen und Erwachsenen nach fünf Jahren geprüft, ob die Informationen über sie auszusondern seien.

Dabei reicht es völlig aus bei Ausschreitungen mit der Polizei nur in Berührung zu kommen und Daten abgeben zu müssen, ohne selbst Randale gemacht zu haben um gespeichert zu werden.

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