IP Traceback Update
Ravenhorst beschreibt in Wie wäre es mit weltweiter IP-Spurverfolgung gegen die Anonymität? einige weitere Punkte aus der Q6/17 Arbeitsgruppe zum IP Traceback. Die Zielrichtung ist auch für ihn klar:
Aber dennoch bleibt die Stoßrichtung und die international geteilte Strategie klar: Der Internetnutzer soll über Deep Packet Inspection, die Vorratsdatenspeicherung, Techniken wie die “IP-Spurverfolgung”, Filtermechanismen oder aktuell die “Telekom-Pakete” vollständig transparent, profilier- und sanktionierbar gemacht werden und es sollen ihm keine “Piratenbuchten”, “Sicheren Häfen” und Rückzugsräume im Internet bleiben, die ihm noch starke Anonymisierung und Verschlüsselung bieten und über die er selbst bestimmen kann. Zumal es sich dann noch leichter und detaillierter überwachen lässt.
Und dabei machen alle mit: Die Vereinten Nationen, die Europäische Union, die internationalen Standard-Organsisationen, die Industrie für Netzwerküberwachung, die Geheimdienste, Polizeibehörden und politischen Parteien aller Herren und Länder. Ob “Telekom-Pakete” oder “IP-Spurverfolgungen” – ich bin der Überzeugung, dass sie nur Ausschnitte und Eisbergspitzen der Pläne und Projekte sind, die gerade über die internationalen Tische wandern. Ich bin nur froh, dass ich noch ein allgemein unreguliertes, unkontrolliertes und weniger überwachtes Internet erleben, nutzen und erfahren konnte. Wenn ich mich eines Tages “internetmäßig zur Ruhe” setze, wird es nur noch, wenn überhaupt, Spuren davon geben und die Kids, die dann ins Internet einsteigen, Mythen und Legenden über das Internet der Gegenwart und der Vergangenheit lesen.

