Bayerntrojaner
Der CCC veröffentlich das das Schreiben des bayerischen Justizministeriums aus dem der geplante Einsatz von Trojanern zum Abhören von Internet-Telefonaten auf privaten PCs durch die Polizei hervorgeht.
Der Tojaner der Firma DigiTask Gmbh soll 3500 Euro Miete pro Monat und Maßnahme kosten, wie auch schon heise berichtete.
Fefe hat auch einige interessante Aspekte gefunden:
Das Angebot bietet nur Trojaner für Windows an. (…)
Ohne irgendwas davon mal in Aktion gesehen zu haben, maße ich mir mal folgende Glaskugel-Aussagen an:
- Der Streaming-Kram hat mit Sicherheit irgendwelche Remote Exploits drin. Da wären sie einfach mal die ersten auf der Welt, die das beim ersten Ansatz richtig hin kriegen.
- Sie nehmen da einen noch dünnbändigeren Codec als Skype für ihre Audiokompression. Müssen sie auch, sonst reicht die ausgehende Bandbreite nicht für beide ausgehenden Streams. Das heißt: wenn man das Signal so verschlechtert, dass es mit sehr geringer Bandbreite nicht komprimierbar ist, dann hören die nichts. Bisschen Rauschen, Volksmusik in den Hintergrund, Autobahn, Eisenbahn oder Flughafen in der Nähe — da wird man nicht viel verstehen auf dem Bedarfsträger-Mitschnitt.
- Wenn sie das zweimal aus dem Opferrechner rausleiten, dann haben sie merklich mehr ausgehende Bandbreite. Das kann ein aufmerksamer PC-Benutzer sehen.

