Datenhunger beim FBI

Das FBI will bis 2013 die weltweit größte biometrische Datenbank aufbauen, berichtet heise.

“Next Generation Identification” heißt das geplante System. Es soll das FBI befähigen, Personen innerhalb und außerhalb der USA anhand von charakteristischen Körpererkennungsmerkmalen zu identifizieren. Im Jahre 2013 soll die “Next Generation”-Datenbank (…) dazu imstande sein, Anfragen anhand eines Datenmixes aus Finger- und Handballenabdrücken, Iris-und Gesichtserkennungsmerkmalen abzugleichen. (…) An anderer Stelle des Berichts wird geäußert, man denke daran, künftig auch die Art und Weise, wie Menschen gehen und reden, als mögliches Identifizierungsmerkmal zu verwenden.

Offensichtlich wurde aus den Erfahrungen der letzten Jahre, wo es immer wieder “False-Positives” gab, gar nichts gelernt. Man tut so als wäre alles in bester Ordung und verschlimmert die Situation drastisch in dem man den Zugriff auf den Daten noch ausweitet:

Das neue System soll sich aber nicht nur durch zusätzliche biometrische Daten in einer neuen Qualität und Quantität auszeichnen, sondern auch durch eine verbesserte Kommunikation zwischen verschiedenen Datenbanken. Besonders heikel ist ein geplanter Service des FBI, der als “Rap-Back” bezeichnet wird: Dabei würden auf Anfrage von Arbeitgebern Fingerabdrücke von Angestellten, die auf kriminelle Hintergründe überprüft wurden, in der Datenbank bleiben. Diese Unternehmen könnten dann benachrichtigt werden, falls der betreffende Mitarbeiter in Konflikt mit dem Gesetz gerate.

Na gute Nacht.

Bereits jetzt soll die FBI-Datenbank 55 Millionen Sets von elektronischen Fingerabdrücken speichern. Täglich werden 100.000 Anfragen mit diesen Daten abgeglichen. 900.000 Strafverfolger dürfen in den USA auf die Fingerabdrucksdatenbank zurückgreifen.

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