Entwicklung des Bundestrojaners geht weiter

Wolfgang Schäuble hat den Entwicklungstopp für den Bundestrojaner aufgehoben, berichtet heise.

Das Innenministerium (will) offensichtlich für eine eventuelle spätere rechtliche Befugnis vorsorgen und technisch vorbereitet sein. Für diesen Fall “muss eine funktionsfähige Software zur Verfügung stehen”, beschied die Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsabgeordneten Gisela Piltz.

In diesem Zusammenhang ist folgende Meldung doch bezeichnet: Eklatante Sicherheitslücken im Behörden-Computernetz

Hartmut Lubomierski und Ulrich Kühn, die selbst Zugang zum Behördennetz haben, konnten im Rahmen der Prüfung trotz eingebauter Sperren auf unzählige dem Fernmeldegeheimnis unterliegende E-Mails hunderter Behördenmitarbeiter aus nahezu allen fachlichen Bereichen zuzugreifen, aber auch die Anschrift, Geburtsdaten und Bankverbindungen von Bediensteten der Landesverwaltung Schleswig-Holstein ermitteln. Außerdem war während der Tests Einblick in vertrauliche Daten von Häftlingen, Steuerpflichtigen, Angeklagten, Schülern oder auch Asylbewerbern möglich und es war eine Vielzahl von Passwörtern, die die Nutzer fahrlässigerweise in unverschlüsselten Dokumenten speicherten, frei zugänglich. Die Sicherheitsvorkehrungen der Behörde sind anscheinend so lax, dass eine Reihe von Servern und hunderte von Arbeitsplätzen hätten komplett kontrolliert werden können, um zum Beispiel Programme zu installieren, die unbemerkt jeden Tastendruck und jeden Mausklick des Nutzers aufzeichnen.

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