Wie jede Freiheit ist Privatheit zuerst negativ.
Bei surveillance studies bin ich auf das Buch Verteidigung des Privaten von Wolfgang Sofsky gestossen.
In der faz ist ein Auszug zu lesen die der Diskussion eine interessante Perspektive gibt.
Das Erstaunen über die banalen Präferenzen vieler Privatleute beruht auf der Verwechslung von Freiheit und Moral. Freiheit ist keine Tugend, sondern die Voraussetzung aller Tugend. Aber solange niemand geschädigt oder seiner Freiheit beraubt wird, sind die privaten Angelegenheiten tabu. Was den Privatmann angeht, geht niemanden sonst etwas an. Privatheit ist - wie die Freiheit - ein Wert, den Menschen um seiner selbst willen schätzen. Sie ist kein Mittel zum Zweck, sondern Selbstzweck.
Ich denke das Buch werde ich kaufen.

