Kaum Widerstand gegen den Überwachungsstaat
Das Vertrauen in den (Rechts)Staat scheint in der BRD trotz gegenteiliger Erfahrungen aus der eigenen Geschichte und dem fortschreitendem Abbau der Bürgerrechte ungebrochen zu sein.
Florian Rötzer in telepolis
(…) bei der Umfrage für den Politbarometer des ZDF vom 20. April (…) sagten 66 Prozent, sie seien nicht der Meinung, dass Schäubles Pläne zu weit gehen und zu viele Freiheitsrechte eingeschränkt werden. Für den Zugriff auf Passfotos und Fingerabdrücke durch die Polizei sprachen sich 61 Prozent aus (…) Bei einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Innofact (…) stimmte die Mehrheit der befragten Bürger Nordrhein-Westfalens für den Ausbau der Überwachung, obgleich sie sich nicht direkt vom Terrorismus bedroht fühlen und zudem kaum glauben, dass sich damit wirklich Anschläge verhindern lassen. 83 Prozent haben nichts gegen eine elektronischen Passbildkontrolle oder eine Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen. 78 Prozent sind für Fingerabdrücke im Ausweis. Aber ins “Schlafzimmer” will man sich doch nicht so gerne sehen lassen. Die überwiegende Mehrheit lehnte Maßnahmen wie Überwachung von E-Mails (75%), Abhören von Telefonaten (71%) oder die Verwanzung von Wohnungen (83%) ab.
siehe auch den Beitrag Warum macht man das eigentlich? bei get.privacy

