Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast…
Sebastian Kauer setzt sich kritisch mit vermeintlich gesicherten Zahlen und Fakten in den Diskussionen um Überwachungstechnologien auseinander.
Seine Schlussfolgerungen weisen meiner Meinung nach in die richtige Richtung:
Bleibt die Frage, wohin eine Debatte über die funktionale Bewertung von Überwachungstechnologien führt. So begehrt wissenschaftlich gestützte Argumente auch sind: Die meisten Überwachungssysteme wurden nicht eingeführt wurden, weil sie nachweislich funktionierten. Das beste Beispiel ist der 11. September. Die Terroranschläge setzten die Politik unter enormen Handlungsdruck, und die Sicherheitsindustrie nutzte ihre Chance, Technologien zu verkaufen, die sie schon seit Jahren einsetzen wollte.
Vor diesem Hintergrund wird klar, dass die Auseinandersetzung um methodische Details auch die Gefahr birgt, sich zu verzetteln. “Das führt uns von der eigentlich wichtigen Diskussion weg: von einer normativen Diskussion darüber, ob wir diese Dinge wollen oder nicht”, meint dazu Kevin Haggerty.
Denn selbst wenn die diversen Überwachungstechnologien funktionieren würden, bleibt die Frage ob wir in einer Kontroll-Gesellschaft leben wollen. Wer überwacht die Überwacher, wer setzt fest was normal ist. Es geht nicht um eine technische Diskussion sondern um eine kulturelle.
The eavesdropping people must be laughed about as their job is silly, boring, and ethically the worst thing to earn money with, sort of blackmail and robbing grandmas on the street.(…)We need a subculture of “In your face, peeping tom”.

