Festungsbau

Der Wunsch nach Sicherheit im Zeitalter des Terrorismus verändert die Städte stellt Jörg Auf dem Hövel in telepolis fest.

Nach einem kurzen Rundgang durch CPTED (Crime Prevention Through Environmental Design) schliesst er:

Ein Leben in der Stadt ist prinzipiell verunsichernd, nirgends sonst trifft man auf so viele Fremde und Fremdes. Das ist der Reiz des Urbanen, setzt aber zugleich Ängste frei, denn man weiß nie genau, welche Absichten die anderen verfolgen. Städte leben von dieser Unsicherheit, und das anonyme Bleiben ist eine Bedingung für die Freiheit zur Abweichung. Wer in der Stadt wohnt, muss Differenz mögen lernen. Wenn nun Angst gegenüber Fremden und eine stete Unterstellung krimineller Absichten sich als Normalzustand in den Köpfen und den Bauten etablieren, dann berauben sich die urbanen Zentren ihrer integrativen Kraft.

Possibly related posts (automatically generated)

  • No Related Post