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Gläserne Bürger

In der Zeit gibt es einen Artikel von Götz Hamann und Marcus Rohwetter über Datenspuren.

Mehr als 50 Prozent der Deutschen über 16 Jahre besitzen eine Kundenkarte, im Internet surfen 34 Millionen, von denen 22 Millionen dort auch einkaufen. Fast jeder telefoniert mit einem Handy und besitzt eine EC- oder Kreditkarte. Und wenn der Konsument surft, kauft, Rabattpunkte sammelt oder einfach nur eine Versicherung beantragt, hinterlässt er Spuren, die sorgfältig gespeichert werden

Krass ist die Datenbank des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft in die jeder für fünf Jahre kommt, der “an einem Schaden beteiligt ist und im Verdacht steht, betrogen zu haben”.

Besonders pikant: “Es muss (…) nicht nachgewiesen werden, dass er ein Betrüger ist.” Zur Zeit sollen 3 Millionen Fälle gespeichert sein.

Insbesondere Krditkartenfirmen können sehr detailliert das Leben ihrer Kunden nachzeichnen. “Über zehn Jahre könnten sie zurückverfolgen, wo sich der regelmäßige Kartennutzer aufhalte, wo er schlafe, ob er viel reise, viel trinke, für Zigarren schwärme oder Frauen (zu) teure Geschenke mache.”

DNA-Analyse in der Diskussion

Sowohl auf RABEN.HORST als auch auf Telepolis gibt es interessante Beiträge zur aktuellen DNA Debatte.

Ralf Grötker analysiert für TP die Argumentation der Datenschützer. Insbesondere zwei Argumente überzeugen.

1. Wo immer große Datenmengen zusammenkommen, ist es wahrscheinlich, dass diese über kurz oder lang zu anderen Zwecken als den anfangs beabsichtigten verwendet werden. Er liefert auch gleich einige Beispiele wie die europäische Telekommunikations-Überwachungsverordnung (hier und hier), den erweiterten Zugriff auf das Maut System oder die “Umnutzung” der eigentlich für medizinische Zwecke angelegten DNA Datenbank in Schweden für die Verbrechensbekämpfung.

2. Die Einschätzung dass auch kleine Delikte wie Ladendiebstahl in Zukunft mit Hilfe von DNA-Analysen aufgeklärt werden sollen. Und diese Einschätzung ist offensichtlich nicht falsch.

Der Traum einer Gesellschaft, wo jedes Vergehen aufgeklärt und geahndet wird, ist ein Albtraum, weil er eine Welt beschreibt, in der ein völlig instrumentalisiertes Verständnis von Moral und Gesetzestreue vorherrscht. Von daher haben wir einen Grund, bei der Aufklärung von Delikten den Rahmen des technisch Möglichkeiten nicht immer voll auszuschöpfen.

Auf RABEN.HORST die Debatte der CDU/CSU zur Ausweitungb des DNA-Fingerabdrucks kommentiert.

Barrierefreies Webdesign

Einige Links zu Barrierefreiem Webdesign:

http://2bweb.de/

http://www.wob11.de/

http://www.einfachfueralle.de/

Das Programm A-Prompt kann bei der Erstellung von Barrierefreien Websites helfen. Leider nur für Windows.

Unobtrusive JavaScript

Unobtrusive JavaScript ist ein informativer Beitrag zum Einsatz von JavaScript. Besonders gefällt mir die Einstellung des Authors:

We only use Javascript to enhance a functionality that is already given, we don’t rely on it. Javascript can be turned off or filtered out by proxies or firewalls of security aware companies. We can never take it for granted.

This does not mean we cannot use Javascript, it only means we add it as an option rather than a requirement.

Usable Forms

Gerade vorbei gesurft: Simple Tricks for More Usable Forms .

Schöne Zusammenfassung wie Formulare mit einfachen Mittel brauchbarer werden.



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